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Barrierefreiheit

Es ist wichtig, dass vorhandene Hürden und Hindernisse in der Stadt Forchheim transparent werden, dass die Bürger und Bürgerinnen sensibilisiert werden und jeder seinen Teil zu einer hindernisfreien Umgebung beiträgt. Fehlende Rampen und Aufzüge, enge Treppenaufgänge und nach innen zu öffnende Türen sind die baulichen Barrieren, mit denen sich Menschen mit Handicap auseinandersetzen müssen.

Aber daneben gibt es auch noch weitere Erschwernisse. Menschen mit Behinderung sind oft auf Assistenz angewiesen. Aber nicht immer hat ein Familienmitglied oder ein Bekannter Zeit mit zu einer Veranstaltung oder zu einer Behörde zu gehen. So ist es Menschen mit Handicap oft verwehrt, aktiv am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Die baulichen Barrieren kann die Stadt Forchheim für ihre Mitbürger und Mitbürgerinnen beseitigen, aber integrative Angebote und ein soziales Netzwerk können die Bürger selbst erreichen. Barrierefreiheit fängt bereits im Kopf an!


Barrieren betreffen keine Minderheit
In der Stadt und dem Landkreis Forchheim leben insgesamt 15.211 Menschen mit Behinderung, davon sind 12.825 schwerbehindert (GdB 50-100). Darin enthalten sind ca. 1600 Rollstuhlfahrer (Zentrum Bayern Familie und Soziales, Stand 30.12.2008). Barrieren betreffen aber nicht nur die "registrierten" Bürger mit besonderen Bedürfnissen. Auch Menschen, die vorübergehend ein Handicap haben, beispielsweise Bürger/Innen mit gebrochenem Bein oder einer Augenentzündung, stoßen auf Hindernisse. Ebenso ältere Menschen, die nicht gut zu Fuß sind und unsicher laufen, sind auf barrierefreie Zugänge angewiesen. Aber auch Eltern mit Kinderwägen stoßen in Forchheim immer wieder auf bauliche Hindernisse.

Barrieren betreffen also:

  • Menschen mit Behinderung
  • Bürger mit einem vorübergehenden Handicap
  • Ältere Menschen
  • Familien mit Kinderwägen


Aus dieser Vielzahl an Betroffenen lässt sich schließen, dass weit mehr Menschen auf Barrierefreiheit angewiesen sind, als statistisch erfasst.


Definition Barrierefreiheit
Barrierefreiheit nach dem §4 Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen

"Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind." (http://bundesrecht.juris.de/)

Grundsätzlich bietet Barrierefreiheit für alle Menschen mehr Komfort und bessere Zugänglichkeit. Aufmerksamkeit erlangt Barrierefreiheit in der Regel erst dann, wenn sie fehlt. Der Anspruch auf Barrierefreiheit und die Realität klaffen oft auseinander.

Gesetzestexte wie das Gleichstellungsgesetz allein können ein fehlendes soziales Miteinander nicht kompensieren. Es gilt also nicht nur die baulichen Barrieren abzubauen, sondern auch die Barrieren im Kopf.